Open Source Hardware & my and your Freedom #5 My Space To Think & Play

(en; de)

This is the fifth posting in a series about open source hardware & freedom. It is an additional one, called “My Space To Think”

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Karl Popper

My Space To Think & Play

While writing and publishing the series about open source hardware and freedom ideas kept coming to me. During the process I discovered, that for me personally open source hardware provides something very interesting and beautiful on top to the other things I already wrote about: It gives me a space to think and to play towards a new economy.

Why a space to think?

I like it as a space to think because it allows thoughts and perspectives that I can believe in.

Open sourcing physical objects is not an utopia demanding a quick revolution for immediate change. It is not asking for riots, blood, prompt breaks, turn arounds or decapitations. It is not aggressive and free of discrimination and unavoidable ideology. There is no oversimplifying things. I don’t believe in this things as strategies for change that I can (or want!) push forward.

Open source instead is a road to go and explore step by step, in the world we live in.

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Buckminster Fuller Quote
“You never change things by fighting the existing reality. To change something, build a new model that makes the existing model obsolete.” (Buckminster Fuller)

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Open source works perfectly within our capitalistic system. The success of open source software happened and happens mostly because capitalistic companies are pushing it, they use and produce open source software. Open source is often just the better development model, it produces better and more reliable outcomes, that are often cheaper to produce and easier to maintain. Open source is capitalistic.

At the same time open source explores and fosters a lot more things. Open knowledge empowers people. It gives the knowledge as means of production in the hands of many. It is good to limit down the power of big companies (at least in theory, no one knows what really will happen). It has to power to dissolve some of the big problems of capitalism. Open source is commonistic*. (commons?)

Open Source is not the thesis and not the antithesis of capitalism. It is more like a synthesis on a new level. It establishes a playground for a whole new logic, possible to explore within our current reality. And this is what it makes so interesting! So interesting to think about and work with. It might provide a gateway out of capitalism, we can set foot on without having to reject the current reality or fight it. Dream high and stay connected to the ground. Don’t break things, overcome them. Interesting “maybes” that look like worth and possible to explore.

Me Thinking _, by Lars ZImmermann, CC-BY-SA, using Cyathium_cross2_ies, by Frank Vincentz, CC-BY-SA
me thinking

And a place to play!

And because all of this it provides an interesting area “to play” for me. It allows action and experimenting without saying no the world around us. Yeah. Let’s develop some things. Open source is an invitation and freedom to codesign my world. Connected to reality. Not against the world, with it. I can do what I do together with the people I am working with.

As an artist interested in “production of reality” (e.g. through economy) I love this. And not only as an artist, also as a citizen and a human being.

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* This is a quote of Stefan Meretz

Further Reading
Open Source & Gift Economy
Open Source Hardware & Freedom Series

Help Request
I would love to illustrate this posting with an image of the young Karl Popper, but could not find one, that is free culture. Maybe someone can help. Thanks

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/* deutsch */

Open Source Hardware & meine & deine Freiheit! #5 Mein Platz zum Denken & zum Spielen

Das ist das fünfte Posting in einer Serie über Open Source Hardware & Freiheit. Es ist ein Zusatzposting genannt “Mein Platz zum Denken & zum Spielen”.

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Karl Popper

Mein Platz zum Denken & zum Spielen

Beim Schreiben und Publizieren der Serie über Open Source Hardware und Freiheit kamen mehr Ideen. Im Prozess habe ich verstanden, dass für mich persönlich Open Source Hardware etwas sehr interessantes und schönes bietet neben all den Dingen, über dich ich schon geschrieben hatte: Es gibt mir einen Platz, zu denken und zu spielen für eine neue Ökonomie.

Warum einen Platz zum Denken?

Physische Objekte Open Source zu machen ist keine Utopie, die eine schnelle Revolution oder einen plötzlichen Umbruch verlangt. Es wird nicht nach Aufständen, Blut, abruptem Halt, Kehrtwendungen oder Enthauptungen gefragt. Open Source ist nicht aggressiv und frei von Diskriminierung und unumgehbarer Ideologie. Es wird nicht übervereinfacht. An all diese Dinge glaube ich nicht als Strategien für Veränderung, die ich vorwärtstreiben kann (oder wollte).

Open Source hingegen ist eine Straße, die man Stück für Stück gehen und entdecken kann in der Welt, in der wir leben.

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Old Guy
„Du veränderst Dinge niemals, indem du die bestehende Wirklichkeit bekämpfst. Willst du etwas verändern, baue eine neues Model, welches das bestehende Model obsolet macht.“ (Buckminster Fuller)

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Open Source funktioniert wunderbar mit unserer kapitalistischen Wirtschaftsordnung. Der Erfolg von Open Source Software speist sich vor allem auch daraus, dass kapitalistische Unternehmen ihn vorantreiben, weil sie Open Source Software nutzen und entwickeln. Open Source ist oft das bessere Entwicklungsmodel, das bessere und verlässlichere Ergebnisse produziert, die billiger zu erstellen und leichter zu warten sind. Open Source ist kapitalistisch.

Zugleich ist Open Source aber mehr. Offenes Wissen ermächtigt Menschen. Das „Produktionsmittel Wissen“ kommt in die Hand vieler. Damit wird die Macht großer Unternehmen gemindert (zumindest in der Theorie, niemand weiß was wirklich passieren wird). Open Source könnte einige der großen Probleme des Kapitalismus lösen. Open Source ist commonistisch* (commons = Allemende).

Open Source ist nicht die These und nicht die Antithese des Kapitalismus. Es ist mehr die Synthese auf neuer Ebene. Es eröffnet die Spielwiese für eine ganz neue Logik, die sich mitten in unserer aktuellen Wirklichkeit ausprobieren und entwickeln lässt. Und das macht es so interessant! So interessant darüber nachzudenken und damit zu arbeiten. Open Source öffnet vielleicht einen Ausweg aus dem Kapitalismus, auf den wir jetzt unsere Füße setzen können und loslaufen, ohne die aktuelle Wirklichkeit dabei zurückweisen oder bekämpfen zu müssen. Dinge nicht zerbrechen, sondern langsam auflösen. Interessante „Vielleichts“ die es wert scheinen und es möglich machen, dass man ihnen nachgeht. Hoch träumen mit den Füßen auf dem Boden stehend.

Me Thinking _, by Lars ZImmermann, CC-BY-SA, using Cyathium_cross2_ies, by Frank Vincentz, CC-BY-SA
me thinking

Und ein Platz zum Spielen!

Und wegen all dieser Dinge gibt mir Open Source ein interessantes Feld zum Spielen. Es erlaubt, dass man aktiv wird und experimentiert ohne dabei „nein“ zu sagen zur Welt. Yeah, lasst und ein paar Dinge ausprobieren und entwickeln. Open Source ist eine Einladung und Freiheit, meine Welt mit zu gestalten. Nicht gegen sie, mit ihr. Ich kann tun, was ich tue zusammen mit den Menschen, mit denen ich arbeite.

Als Künstler interessiert an der „Produktion der Wirklichkeit“ (z.B. durch Ökonomie) liebe ich das. Und nicht nur als Künstler, auch als Bürger und Mensch.

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* Das ist ein Zitat von Stefan Meretz

Weiterlesen
Open Source & Schenkökonomie
Open Source Hardware & Freiheit Serie

Hilfsanfrage
Ich würde das Posting gerne mit einem Bild des jungen Karl Popper illustrieren, aber ich konnte keines finden, welches frei verwendbar ist (Creative Commons oder Public Domain oder ähnliches). Vielleicht kann jemand helfen. Danke

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Pics
1 – Karl Popper2, by Lucinda Douglas-Menzies, Taken from Flickr’s The Commons
2 – Me Thinking, by Lars Zimmermann, CC-BY-SA; a derivative of Cyathium_cross2_ies, by Frank Vincentz, CC-BY-SA & Lars Zimmermann_-_, by Lars Zimmermann, CC-BY

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